Aktuelles

Das läuft im Schulverein

Neuigkeiten zur Coronazeit

Die Frage, wie sich die Situation zu Coronazeiten in einem Land wie Nepal gestaltet, beschäftigt uns sehr. Sonngard Trindler hat nun aus Telefonaten und Mails mit unseren nepalesischen Freunden Wichtiges zusammengefasst – es handelt sich damit um eine subjektiv geprägte und sicher nicht vollständige Darstellung.

Allgemeine Situation in Nepal

Bei einer Gesamteinwohnerzahl von fast 30 000 000 in Nepal gab es am 14. Mai 248 nachgewiesene Corona-Fälle. Man kann aber davon ausgehen, dass die Dunkelziffer sehr gross ist. Das Land verfügt über kein gut funktionierendes Gesundheitssystem und hat auch nicht die Mittel für Tests etc., die wenigsten Nepali haben eine Krankenversicherung.

Schon seit dem 24. März herrscht in Nepal Lockdown. Das heisst alle Schulen, Betriebe, Restaurants etc. sind geschlossen und der öffentliche Verkehr eingestellt. Die Lebens- mittelgeschäfte sind inzwischen nur morgens zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr geöffnet und es darf nur in direkter Nähe zur Wohnadresse eingekauft werden. Für Verlassen dieses Umfeldes braucht es eine Sondergenehmigung.

Sehr viele Nepali leben im Alltag von dem, was sie täglich verdienen. Durch den Lockdown ist nun die Versorgungslage für sehr viele Menschen äusserst dramatisch geworden. Wovon sollen Miete und Lebensmittel gezahlt werden? Hinzu kommen unzählige Arbeiter aus allen wirtschaftlichen Bereichen, die von einem Tag auf den anderen entlassen wurden. Sie versuchen zu Fuss in ihre Heimatregionen zu gelangen. So geht es auch den Gastarbeitern im Ausland, die zurückkehren müssen und deren wichtiges Einkommen fehlt. Es erreichen uns immer wieder Beschreibungen, dass Einheimische an den Ausfallstrassen Essen verteilen, weil die Not so gross ist.

Seitens der Botschaften, auch von der Schweizer Botschaft, wird vor allem im Bereich Kathmandu geholfen. China schickte ein Hilfsflugzeug mit medizinischem Material.

Hostel in Kathmandu

Ich möchte an dieser Stelle ganz besonders Hostelleitung mit Tashi Wangyal und Pasang Bhuti danken, die in bewundernswerter Weise für die 32 Jugendlichen den Alltag im Lockdown strukturieren und gestalten.

Einen Einblick in das Hostelleben erhalten Sie im Kurzbericht von Corina Schüpbach. Den achtseitigen und liebevoll erstellten Originalbericht vom «students counsel» ist hierbei etwas auführlicher.

Neu gewählter Students counsel

„Unsere“ Regionen Dolpo und Mustang

Die nepalesische Regierung hat im April beschlossen möglichst viele Bewohner der entlegenen Gebiete zurückzuschicken. Vor allem Lehrer, Krankenschwestern, Regierungsangestellte und Farmer bekamen Passierscheine.
Die gesamte Klosterfamilie von Lo-Manthang konnte Ende April nach Mustang abreisen, ebenfalls mit Passierscheinen und zur Verfügung gestellten Fahrzeugen. Von dort liegt bisher kein weiterer Bericht vor.

„Unser“ Dorf im Dolpo: Namdo

Am 20.April wurden den Dolpopas und damit viele unserer Angestellten kurzfristig drei Busse zur Verfügung gestellt für den Transport ins Lower Dolpo, von dort ging es zu Fuss weiter ins Upper Dolpo.
Nach einer mehrtägigen Wanderung ab Dunai erreichten alle Einheimischen Namdo, Saldang und weitere Dörfer. Die Schulen wurden als Quarantänestationen umfunktioniert. Da der Zustand der Schulgebäude in Namdo sehr desolat ist, wurden Zelte für die Quarantäne aufgestellt. Die Versor- gung der Leute musste von den Familien übernommen werden. Inzwischen ist die 14tägige Quarantäne vorbei und alle konnten zu ihren Familien zurückkehren.

Eltern wie Lehrer hoffen sehr, dass der Schulunterricht bald wieder beginnen kann.
Auch der Schulneubau stagniert vollkommen, alle hoffen, warten und sind in den Startlöchern!

Ausbreitung des Virus am 17.5.2020

Ausblick auf die wirtschaftliche Situation im Upper Dolpo

Wir sehen ein paar kritische Entwicklungen für das Upper Dolpo. Erstens konnte für die Feldarbeit teilweise nicht rechtzeitig mit der Aussaat begonnen werden.
Zweitens ist das Sammeln des Raupenpilzes Yartsa Gunbu in diesem Jahr streng verboten. Damit fällt für viele Dolpopas die einzige Möglichkeit Bargeld zu verdienen weg.

Und drittens fällt in diesem Jahr die Möglichkeit des günstigen Einkaufens in China weg. Normalerweise wurde einmal im Jahr für 14 Tage die Grenze zu China geöffnet und den Dolpopas die Möglichkeit gegeben dort einzukaufen. In diesem Jahr bleibt die Grenze geschlossen und Lebensmittel müssen dadurch aufgrund des Transportweges sehr(!) viel teurer in Nepal erstanden werden. Es ist zu befürchten, dass viele Familien zum Winter hin in grosse Schwierigkeiten geraten.

(18.5.2020)

Unsere digitale GV mit Ergebnissen

Aufgrund der aussergewöhnlichen Situation wickelten wir unsere Generalversammlung in schriflicher Form ab. Das Protokoll und die Abstimmungsergebnisse finden Sie hier.

Mit 52 abgegebenen Stimmen lag die Wahlbeteiligung höher als bei den üblich durchgeführten Generalversammlungen und alle zur Wahl anstehenden Punkte wurden angenommen. Herzlichen Dank allen Mitgliedern und Paten/Patinnen für die Stimmabgabe.  Wir gratulieren Frau Doris Blank zur Wahl und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Sie wird ab 1. Juni 2020 das Amt der Kassiererin übernehmen.

Hier finden Sie die vorab bereitgestellten Unterlagen:
Traktanden
Protokoll der GV 2019
Jahresbericht 2019
Namdo, vertiefter Jahresbericht 2019
Hostel, vertiefter Jahresbericht 2019
Revisorenbericht
Wechsel im Vorstand
Abstimmungsblatt

(5.4.2020, mit den Ergebnissen ergänzt am 18.5.2020)

Unsere Schule als Quarantänestation

Alle Schulen in den entlegenen Gebieten in Nepal sind zurzeit aufgrund der Coronapandemie als Quarantänestationen zu nutzen, so auch unsere Schule in Namdo. Denn die Reisenden, die noch so grade vor dem Lockdown abgereist sind, sind jetzt im Upper Dolpo bzw. in Namdo angekommen. Da aber kaum Räume zur Verfügung stehen (deswegen unser Schulneubauprojekt), sind Zelte aufgestellt worden.

Die Lehrer, die bereits in Namdo sind, schauen nach dem Rechten. Sobald die Ausgangssperre vorbei ist, werden auch unsere Nurses und unsere restlichen Lehrer ins Dolpo reisen um dort zu helfen.

(14.4.2020)

Lockdown auch in Nepal

Seit dem 24. März ist auch Nepal im Lockdown, dies trotz der vermeintlich sehr niedrigen Coronafallzahlen. Wir sind froh, dass unser Hostel in Kathmandu so gut vorbereitet ist. Die Hostelfamilie hat ausreichend Lebensmittel, was die stark eingeschränkten Einkaufszeiten erträglich machen. Die Hostelleitung und der Students Council haben Stundenpläne insbesondere fürs Lernen erstellt. Daneben gibt es Zeit für Gesellschaftsspiele, Tanzen und Singen sowie für Filme.

(5.4.2020)

Absage Generalversammlung und Filmvorführungen

Aus gegebenem Anlass – und zum Schutz aller – verzichten auch wir auf die sozialen Anlässe und Kontakte.

Das betrifft folgende Termine:

– Die Filmvorführungen „The Namdo Project“  am 22. März 2020  im Cinema Palace in Sissach und am 26. April 2020 im Gemeindehaus Stephanus in Basel

– Generalversammlung am 27. März 2020 im Hotel Schiff in Rheinfelden

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten wird für die Generalversammlung kein Ersatzdatum gesucht. Wir gehen davon aus, dass Sie mit dem Vorschlag des Vorstandes einverstanden sind, die Generalversammlung ausnahmsweise schriftlich durchzuführen. Wir verschicken die Unterlagen in den nächsten Wochen.

Ersatztermine für die Filmvorführungen sind im Moment noch nicht möglich, werden aber sicher im Laufe des Jahres geplant.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien in dieser Zeit voller Herausforderungen viel Ruhe und Gelassenheit.

(16.3.2020)

Winterschule im Dolpo, auch für die Erwachsenen

Unsere Schülerinnen und Schüler von Namdo freuen sich trotz Kälte darüber, dass sie auch im Winter die Schule besuchen können. Die Winterschule wird von Tulku Dawa Rinpoche finanziert. Besonders erfreulich ist auch, dass sich die Eltern für ihre eigene Bildung stark gemacht haben: Vier unserer Lehrer unterrichten abends interessierte Erwachsene. Dieser Unterricht findet jeweils im Gewächshaus statt, da es dort am wärmsten ist.

(15.2.2020)

Yungdungs Video: Der Schulverein in Namdo und das Schulneubauprojekt

Einer unserer Schulkoordinatoren in Namdo, Yungdung Tsewang Gurung überraschte uns mit einem Kurzfilm, der sowohl unsere Arbeit in Namdo aus seiner Perspektive als auch den Stand unseres Schulneubauprojekts authentisch und mit tollen Bildern zeigt. Wir freuen uns insbesondere auch über die sichtbar tatkräftige Mitarbeit der Bevölkerung, welche hälftig entlöhnt wird und hälftig ehrenamtlich geschieht.
zum Video:

(12.1.2020)