Die medizinische Versorgung ist einfach und wird von den Amchis, den traditionellen tibetischen Medizinern, gewährleistet. Medizinische Betreuung im westlichen Sinne gibt es nicht. Überhaupt ist Dolpo sehr stark von der Kultur des benachbarten Tibet geprägt. Die Bewohner des Upper Dolpo sprechen tibetisch, viele beherrschen gar nicht die offizielle Landessprache Nepali.
Die Dolpopas sind Buddhisten. Vorherrschend ist die Nyingma-Tradition, aber es gibt auch grössere Bön-Zentren. Dolpo ist eine der wenigen Regionen weltweit, wo die Bönreligion praktiziert wird. Inzwischen ist diese stark mit dem Buddhismus verschmolzen, Unterschiede finden sich in der unterschiedlichen Ausübung von Gebeten und Ritualen, wie zum Beispiel der entgegengesetzten Umrundungsrichtung von Heiligtümern.
Guru Rinpoche soll einst gesagt haben, dass man in den Gebirgen der Region durch einsame Meditation zur Erleuchtung gelangen könne. Er selbst, der als zweiter Buddha gilt, wurde in Afghanistan von einer Lotusblüte geboren und zog sich für längere Zeit in das Gebirge Dolpos zurück. Wegen dieser Meditation im Dolpo pilgern Gläubige weite Distanzen; zudem ist die Region Heimat zahlreicher bekannter Lamas.
Im 6. Tibetischen Monat (Juli/August) findet die grösste Wallfahrt mit der Umrundung des Kristallberges statt.